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                                                "Leben - was sonst?"           
                    Kleiner Pieks mit großer Wirkung - Thomas unterstützt DKMS

 

Um Leukämie-Erkrankten die Möglichkeit zu geben einen passenden Spender zu finden, riefen der SWR und die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei zu einer landesweiten Typisierungsaktion auf. Neben vielen Interessierten gingen auch zahlreiche Prominente, unter ihnen Thomas und Claudia, mit gutem Beispiel voran. In den fünf Studios des SWR (Mainz, Koblenz, Trier, Kaiserslautern und Ludwigshafen-Mannheim) herrschte an diesem Freitag ein reger Andrang. Allein im Koblenzer Studio ließen sich, neben Thomas und Claudia, noch knapp 150 weitere Menschen Blut abnehmen und in der Spenderdatei registrieren.

Vielleicht gibt es ja auch einige unter euch, die ebenfalls helfen möchten und noch nicht so genau wissen wie das funktioniert. Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei war so freundlich und hat uns ein paar wichtige Informationen zusammengestellt, welche ihr jetzt hier einmal nachlesen könnt.

                     

             Thomas Anders unterstützt die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Vom 3.-9. April 2006 fand in der ARD die große Themenwoche „Leben - was sonst?“ statt. In zahlreichen Sendungen und Aktionen befasste man sich sehr intensiv mit dem Thema Krebs.

Auch der Radiosender SWR 4 beteiligte sich am 7. April mit einer großen „Typisierungsaktion“ daran. Aufgerufen waren Hörer in fünf Landesstudios, sich als Stammzellspender bei der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei registrieren zu lassen. Unterstützt wurden sie hierbei von mehreren Prominenten - unter anderem auch von Thomas, der sich gleich selber Blut abnehmen und gemeinsam mit seiner Frau Claudia als potenzieller Lebensspender aufnehmen ließ.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie. Oft kann ihnen nur durch eine Stammzelltransplantation geholfen werden. Einen Spender zu finden gleicht der Suche nach der „Stecknadel im Heuhaufen“. Entscheidend ist, dass sich die Gewebemerkmale von Patient und Spender nahezu zu hundert Prozent gleichen. Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Chancen einen passenden Spender zu finden, zu erhöhen. Dabei gilt es, immer mehr Menschen aufzuklären und zu motivieren, sich als Spender aufnehmen zu lassen. Die Chance einen genetischen Zwilling zu finden schwankt, im günstigsten Falle, zwischen 1:20000 und 1 zu mehreren Millionen, wenn die Gewebsmerkmalkombinationen sehr ungewöhnlich sind. Aufnehmen lassen können sich grundsätzlich alle Menschen im Alter von 18 bis 55 Jahren, die in guter körperlicher Verfassung sind. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen - zum Schutz und Wohle der Spender und der Patienten.

Für die Aufnahme stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder kommt man zu einer Typisierungsaktion oder fordert über das Internet ein Briefspendeset an, dass alle notwendigen Unterlagen für eine Blutabnahme beim Hausarzt enthält. Entnommen werden 5 ml Blut, die zu Untersuchungen an ein Labor weitergeschickt werden. Nach ersten Übereinstimmungen der Gewebemerkmale, wird das Blut nach Rücksprache mit dem Spender weiter untersucht, bis er letztlich als bestgeeigneter Stammzellspender feststeht. Ein vorhergehender ausführlicher Gesundheits-Check soll alle möglichen Risiken ausschließen.

Die Stammzellen, die einem Erkrankten die Chance auf Leben geben sollen, sind vor allem im Beckenknochen angesiedelt. Zwei Möglichkeiten gibt es, diese Stammzellen zu gewinnen:

- Zum einen die Entnahme der Stammzellen aus dem Beckenkamm und zum anderen die periphere Entnahme aus dem Blutkreislauf. Bei der Entnahme aus dem hinteren Beckenkamm, die nichts mit dem Rückenmark zu tun haben, wird dem Spender stationär unter Vollnarkose ca. 1.5 Liter Knochenmark-Blutgemisch mit einer Punktionsnadel entnommen. Das entspricht in etwa fünf Prozent des Gesamtvolumens des Körpers, dass er innerhalb von zwei Wochen nachbildet. Nötig sind dazu zwei kleine Schnitte oder mehrere Einstiche, die schnell wieder verheilen.

- Bei der peripheren Stammzellentnahme, die mittlerweile bei dreiviertel der DKMS-Spender angewendet wird, bekommt der Spender zunächst über fünf Tage einen hormonähnlichen Wachstumsfaktor unter die Haut gespritzt. Dieser Faktor nennt sich G-CSF, welcher bei jeder Infektion vom Körper gebildet wird und kann seit einigen Jahren im Labor hergestellt werden. Er bewirkt, dass die Stammzellen ins fließende Blut ausgeschwemmt und dort „gesammelt“ werden können. Gesammelt werden sie mit einem bestimmten Verfahren, der Apharese. An beiden Armen werden venöse Zugänge gelegt. Das Blut fließt erst von einem Arm durch einen so genannten Zellseperator und dann durch den zweiten Zugang in den anderen Arm zurück. In der Maschine werden die Stammzellen durch die Zentrifugalkraft vom übrigen Blut getrennt. Dies geschieht an maximal zwei aufeinander folgenden Tagen in einer Entnahmeklinik. Der Patient wird nicht stationär aufgenommen, sondern kann im Hotel übernachten.

Der Transplanteur entscheidet, welches Verfahren gewählt wird. Der Spender kann Wünsche äußern, abhängig ist es aber von der Erkrankung des Patienten. Aus medizinischen Gründen kann ein Verfahren wegfallen oder bevorzugt werden. Der Spender muss grundsätzlich mit beiden Entnahmearten einverstanden sein.

Jede Typisierung kostet die DKMS 50 Euro. Diese müssen vom Spender nicht unbedingt selbst übernommen werden. Wer den Betrag nicht selber aufbringen kann oder möchte, kommt auf eine Warteliste. Diese Warteliste wird in ca. sechs Wochen „abgearbeitet“. Verwendet werden Spendengelder von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selber als Stammzellspender in Frage kommen, sich aber trotzdem bei der DKMS engagieren wollen. 




Es gibt viele Möglichkeiten die DKMS zu unterstützen, beispielsweise wie beschrieben als Stammzellspender oder als „Lebenspate“ mit einer Geldspende. (Spendenkonto: 255 556 bei der Kreissparkasse Tübingen, BLZ 641 500 20).

 

        
        Weitere Informationen und Antworten zu den wichtigsten Fragen findet ihr auf der
DKMS- Homepage

                                                                

                             Copyright Text: Beate Kriechel - Pressestelle, DKMS Köln                                                                                             Copyright Fotos: SWR 4

 

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei und dem SWR 4 für die freundliche Unterstützung bedanken.


 

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