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Countdown für Moskau –
Thomas Anders und Katja Wunderlich auf St. Pauli

 


Ein ereignisreiches Wochenende stand uns bevor. Zusammen mit einem sehr guten Freund machte ich mich am Samstag früh auf den Weg nach Hamburg. Da an diesem Wochenende Werder Bremen, Hannover 96, der Vfl Wolfsburg und der HSV spielten, waren die Züge auch dementsprechend gefüllt. Zwischen lautem Gebrüll und einigen Bierfässern bahnte sich aber unser Zug seinen Weg durch Ostfriesland in Richtung Osten.

Im Metronom, von Bremen nach Hamburg, tauchte dann auch ein bekanntes Gesicht auf. Dies war der Anfang von vielen bekannten Gesichtern, die an diesem Tag noch folgten. Es ist schon manchmal seltsam, wen man alles so wiedererkennt :-) Es war doch Tatsache Lieselotte, die Stimmungskanone vom Supertalent, die mit ihren 2 Töchtern in die Highlights der letzten Staffel eingegangen ist.

In Hamburg angekommen, ging es auch schon gleich zu unserem Hotel. Wir schliefen im Kempinski Atlantic. In diesem Haus gibt es einen wirklich guten Service und man braucht sich um fast nichts selbst zu kümmern. Das Foyer war gut gefüllt und beim genaueren Hinschauen konnte man Gildo Horn, beFour und Daniel Schumacher erkennen. Sie checkten alle gerade ein, standen einfach nur dort oder planten den weiteren Nachmittag. Wir bezogen unser Zimmer und konnten zugleich Daniel Schumacher beim Proben zuhören, der nur 2 Zimmer weiter schlief. Es ging „Oh I can’t give you anything, but Love“ rauf und runter.

Wir hatten ein 45m ² Zimmer mit mehreren Räumen und einem schönen Blick auf die Alster. Das Wetter lud zum Eis essen ein und als wir gerade wieder im Aufzug waren, huschte ein dunkelhäutiger Mann mit grünem Hut und grünem Hemd mit rein. Ich begann kurz zu singen „Oh Mama mamacita“ und er lachte, denn es war Mark Medlock. Ich gratulierte zum erneuten 2. Platz in den Charts und er bedankte sich und meinte: „Das ist so hammergeil".

Wir setzen uns danach in die Bar, wo auch Mark Medlock mit seinen Background Tänzerinnen saß. Wir bestellten etwas und hörten dann plötzlich eine dunkle Stimme, etwas näselnd. Sie sagte die Worte: „Kommen sie meine Herren, ich habe hier hinten meinen Platz.“ Mark Medlock schaute auch rüber und stelle dann fest, es war der Herr Udo Lindenberg. Mit dicker Sonnenbrille und Hut nahm er in seiner eigenen Ecke in der Atlantic Bar Platz.

Nachdem wir unser Getränk aufhatten, verließen wir fürs erste die Bar und gingen an der Alster spazieren, wo wir uns nun doch ein Eis kauften. Auf einer Bank sitzend beschlossen wir, dass wir noch zum Flughafen fahren wollen, um dort Mittag zu essen. Die Zeit verstrich und mittlerweile waren auch alle Künstler bei den Proben auf dem Spielbudenplatz, wo wir dann auch so langsam hingingen. Der Taxifahrer hatte fast Dienstende und wollte nun auch bald zum Spielbudenplatz nachkommen und seine Frau und Kinder mitbringen.

Nach einigen organisatorischen Schwierigkeiten, da ich einen Schirm mitgenommen hatte und der nun überhaupt nicht mir rein durfte, konnten wir aber unsere Plätze einnehmen. Schräg hinter mir stand eine rieeesige Frau mit Minirock und blonden Haaren. Ich dachte noch so „Gott sei Dank steht diese nicht vor mir, denn dann würde ich nichts sehen.“ Es war Olivia Jones, die gerade mit ihrem Stadtrundgang fertig war und nun auch auf dem Spielbudenplatz mitfeiern wollte.

Das Warm-Up ging schon relativ zügig los. Wir standen mittlerweile in Reihe 3 vor der Bühne als die N-Joy Moderatoren Stefan Frech und Holger Ponik mit einem Eurovisons–Quiz, der PISA-Polizei und den obligatorischen Warm-Up Tricks versuchte, die Menge zu animieren. Außerdem begrüßten sie Queensberry, Gildo Horn und Matze Knop für ein kleines Interview vorab. Schon hier kristallisierte sich ein Problem heraus, welches sich durch die komplette Sendung zog. Die Boxen waren etwas zu leise und schon ab Reihe 10-15 fingen die Leute an „LAUTER“ zu rufen. Zwischendurch nahm ein NDR Moderator noch kurze Eindrücke vom Warm-Up auf und führte ein Interview mit Gildo Horn.

Dann kamen Thomas und Katja Wunderlich und begrüßten die Menge. “Hallo St. Pauli“ rief Thomas laut. Der Platz war gut gefüllt, die Buden drum herum auch. Es war kurz vor Sendebeginn und die Künstler stellten sich auf. Thomas entdeckte mich und winkte mir zu. Er bekam noch letzte Regieanweisungen über seinen „Mann im Ohr“ und dann ging es los. 20:20, ARD. Die Show an sich hat wahrscheinlich jeder gesehen. Es war ein bunter Mix aus Musik von Paul Potts, Mark Medlock, Gildo Horn, Jeanette, den Prinzen, Uwe Ochsenkecht, beFour, Queensberry und Daniel Schumacher. Zwischendrin gab es Interviews mit H.P. Baxxter, Silvia Kollek, Wladimir Kaminer, Matze Knop alias Dieter Bohlen oder Luca Toni.

Da wir um 21:00 zur Alster zurück fuhren um was zu essen, gab es später leider nur noch schwer eine Möglichkeit auf die völlig überfüllte Reeperbahn zu kommen. Daher sind wir ins Hotel gefahren und haben die 2. Hälfte von dort aus geschaut. Mit einem Glas Sekt war es im Zimmer auch gemütlicher und wärmer. Daniel Schumacher machte sich noch mitten in der Nacht wieder auf den Weg nach Mainz zum ZDF-Fernsehgarten. Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, checkten auch wir aus und fuhren zum Hauptbahnhof.

Ich möchte mich bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben, bedanken. So eine Open Air Veranstaltung mitten in Hamburg bedarf einer riesen großen und umfangreichen Organisation. Viele Polizisten und Securities waren an diesem Abend im Einsatz. Vielen Dank an das Warm-Up Team von N-Joy, an die fleißigen Kameraleute und anderen Helfer. Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an Thomas und Katja Wunderlich. Sie haben ihren Job wirklich sehr gut und charmant gemacht. Der Spielbudenplatz begrüßte die beiden mit viel Gejubel und Applaus und wie wir jetzt wissen, sahen 6,2 Mio. Zuschauer die Show im TV. 1 Mio. mehr als im vergangenen Jahr.

Thomas hat sein Vokabular für Länder auf Englisch noch mal aufgefrischt und auch die Punktevergabe, unter großen Jubel aus Moskau, zum 2. Mal souverän hinbekommen. Thomas, welcher in der 2. Hälfte mit Schal bekleidet war, hat trotz fortgeschrittener Uhrzeit immer noch hochkonzentriert gearbeitet. Dafür Danke und Respekt!!! Deutschland belegte den 20. Platz mit 35 Punkten. Ich denke aber auch, dass Alex C., Oscar Loya und auch Dita van Teese Deutschland gut vertreten haben... über Geschmack kann man ja immer streiten. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an Alexander Ribak nach Norwegen. Für meinen guten Freund war es auch ein schönes Wochenende. Da er Russe ist, war der Austragungsort für ihn auch etwas sehr besonderes und er sagt: Большое спасибо!

Hoffentlich moderiert Thomas nächstes Jahr wieder und vielleicht heißt es dann ja auch bald mal Germany 12 Points. Auf ein baldiges Wiedersehen in der schönen Hansestadt

Euer Andreas
alias Gute Laune



                                                     © Fotos und Text: Andreas Unterberg
                                              © 1. Foto wie gekennzeichnet: NDR / Uwe Ernst


                                Wir danken Andreas ganz herzlich für den Bericht und die tollen Bilder.

 

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