Ein ereignisreiches Wochenende
stand uns bevor. Zusammen mit einem sehr guten Freund machte ich
mich am Samstag früh auf den Weg nach Hamburg. Da an diesem
Wochenende Werder Bremen, Hannover 96, der Vfl Wolfsburg und der
HSV spielten, waren die Züge auch dementsprechend gefüllt.
Zwischen lautem Gebrüll und einigen Bierfässern bahnte sich aber
unser Zug seinen Weg durch Ostfriesland in Richtung Osten.
Im Metronom, von Bremen nach Hamburg, tauchte dann auch ein
bekanntes Gesicht auf. Dies war der Anfang von vielen bekannten
Gesichtern, die an diesem Tag noch folgten. Es ist schon
manchmal seltsam, wen man alles so wiedererkennt :-) Es war doch
Tatsache Lieselotte, die Stimmungskanone vom Supertalent, die
mit ihren 2 Töchtern in die Highlights der letzten Staffel
eingegangen ist.
In Hamburg angekommen, ging es auch schon gleich zu unserem
Hotel. Wir schliefen im Kempinski Atlantic. In diesem Haus gibt
es einen wirklich guten Service und man braucht sich um fast
nichts selbst zu kümmern. Das Foyer war gut gefüllt und beim
genaueren Hinschauen konnte man Gildo Horn, beFour und Daniel
Schumacher erkennen. Sie checkten alle gerade ein, standen
einfach nur dort oder planten den weiteren Nachmittag. Wir
bezogen unser Zimmer und konnten zugleich Daniel Schumacher beim
Proben zuhören, der nur 2 Zimmer weiter schlief. Es ging „Oh I
can’t give you anything, but Love“ rauf und runter.
Wir hatten ein 45m ² Zimmer mit mehreren Räumen und einem
schönen Blick auf die Alster. Das Wetter lud zum Eis essen ein
und als wir gerade wieder im Aufzug waren, huschte ein
dunkelhäutiger Mann mit grünem Hut und grünem Hemd mit rein. Ich
begann kurz zu singen „Oh Mama mamacita“ und er lachte, denn es
war Mark Medlock. Ich gratulierte zum erneuten 2. Platz in den
Charts und er bedankte sich und meinte: „Das ist so hammergeil".
Wir setzen uns danach in die Bar, wo auch Mark Medlock mit
seinen Background Tänzerinnen saß. Wir bestellten etwas und
hörten dann plötzlich eine dunkle Stimme, etwas näselnd. Sie
sagte die Worte: „Kommen sie meine Herren, ich habe hier hinten
meinen Platz.“ Mark Medlock schaute auch rüber und stelle dann
fest, es war der Herr Udo Lindenberg. Mit dicker Sonnenbrille
und Hut nahm er in seiner eigenen Ecke in der Atlantic Bar
Platz.
Nachdem wir unser Getränk aufhatten, verließen wir fürs erste die
Bar und gingen an der Alster spazieren, wo wir uns nun doch ein
Eis kauften. Auf einer Bank sitzend beschlossen wir, dass wir
noch zum Flughafen fahren wollen, um dort Mittag zu essen. Die
Zeit verstrich und mittlerweile waren auch alle Künstler bei den
Proben auf dem Spielbudenplatz, wo wir dann auch so langsam
hingingen. Der Taxifahrer hatte fast Dienstende und wollte nun
auch bald zum Spielbudenplatz nachkommen und seine Frau und
Kinder mitbringen.
Nach einigen organisatorischen Schwierigkeiten, da ich einen
Schirm mitgenommen hatte und der nun überhaupt nicht mir rein
durfte, konnten wir aber unsere Plätze einnehmen. Schräg hinter
mir stand eine rieeesige Frau mit Minirock und blonden Haaren.
Ich dachte noch so „Gott sei Dank steht diese nicht vor mir,
denn dann würde ich nichts sehen.“ Es war Olivia Jones, die
gerade mit ihrem Stadtrundgang fertig war und nun auch auf dem
Spielbudenplatz mitfeiern wollte.
Das Warm-Up ging schon relativ zügig los. Wir standen
mittlerweile in Reihe 3 vor der Bühne als die N-Joy Moderatoren
Stefan Frech und Holger Ponik mit einem Eurovisons–Quiz, der
PISA-Polizei und den obligatorischen Warm-Up Tricks versuchte,
die Menge zu animieren. Außerdem begrüßten sie Queensberry,
Gildo Horn und Matze Knop für ein kleines Interview vorab. Schon
hier kristallisierte sich ein Problem heraus, welches sich durch
die komplette Sendung zog. Die Boxen waren etwas zu leise und
schon ab Reihe 10-15 fingen die Leute an „LAUTER“ zu rufen.
Zwischendurch nahm ein NDR Moderator noch kurze Eindrücke vom
Warm-Up auf und führte ein Interview mit Gildo Horn.
Dann kamen Thomas und Katja Wunderlich und begrüßten die Menge.
“Hallo St. Pauli“ rief Thomas laut. Der Platz war gut gefüllt,
die Buden drum herum auch. Es war kurz vor Sendebeginn und die
Künstler stellten sich auf. Thomas entdeckte mich und winkte mir
zu. Er bekam noch letzte Regieanweisungen über seinen „Mann im
Ohr“ und dann ging es los. 20:20, ARD. Die Show an sich hat
wahrscheinlich jeder gesehen. Es war ein bunter Mix aus Musik
von Paul Potts, Mark Medlock, Gildo Horn, Jeanette, den Prinzen,
Uwe Ochsenkecht, beFour, Queensberry und Daniel Schumacher.
Zwischendrin gab es Interviews mit H.P. Baxxter, Silvia Kollek,
Wladimir Kaminer, Matze Knop alias Dieter Bohlen oder Luca Toni.
Da wir um 21:00 zur Alster zurück fuhren um was zu essen, gab es
später leider nur noch schwer eine Möglichkeit auf die völlig
überfüllte Reeperbahn zu kommen. Daher sind wir ins Hotel
gefahren und haben die 2. Hälfte von dort aus geschaut. Mit
einem Glas Sekt war es im Zimmer auch gemütlicher und wärmer.
Daniel Schumacher machte sich noch mitten in der Nacht wieder
auf den Weg nach Mainz zum ZDF-Fernsehgarten. Am nächsten Tag,
nach dem Frühstück, checkten auch wir aus und fuhren zum
Hauptbahnhof.
Ich möchte mich bei allen, die
diesen Abend möglich gemacht haben, bedanken. So eine Open Air
Veranstaltung mitten in Hamburg bedarf einer riesen großen und
umfangreichen Organisation. Viele Polizisten und Securities
waren an diesem Abend im Einsatz. Vielen Dank an das Warm-Up
Team von N-Joy, an die fleißigen Kameraleute und anderen Helfer.
Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an Thomas und Katja
Wunderlich. Sie haben ihren Job wirklich sehr gut und charmant
gemacht. Der Spielbudenplatz begrüßte die beiden mit viel
Gejubel und Applaus und wie wir jetzt wissen, sahen 6,2 Mio.
Zuschauer die Show im TV. 1 Mio. mehr als im vergangenen Jahr.
Thomas hat sein Vokabular für Länder auf Englisch noch mal
aufgefrischt und auch die Punktevergabe, unter großen Jubel aus
Moskau, zum 2. Mal souverän hinbekommen. Thomas, welcher in der
2. Hälfte mit Schal bekleidet war, hat trotz fortgeschrittener
Uhrzeit immer noch hochkonzentriert gearbeitet. Dafür Danke und
Respekt!!! Deutschland belegte den 20. Platz mit 35 Punkten. Ich
denke aber auch, dass Alex C., Oscar Loya und auch Dita van
Teese Deutschland gut vertreten haben... über Geschmack kann man
ja immer streiten. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an
Alexander Ribak nach Norwegen. Für meinen guten Freund war es
auch ein schönes Wochenende. Da er Russe ist, war der
Austragungsort für ihn auch etwas sehr besonderes und er sagt: Большое спасибо!
Hoffentlich moderiert
Thomas nächstes Jahr wieder und vielleicht heißt es dann ja auch
bald mal Germany 12 Points. Auf ein baldiges Wiedersehen in der
schönen Hansestadt
Euer Andreas
alias Gute
Laune
© Fotos und Text: Andreas Unterberg
© 1. Foto wie gekennzeichnet: NDR / Uwe Ernst
Wir danken Andreas ganz herzlich für den Bericht und die tollen Bilder.