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                                           Volles Haus zur Fanparty - Teil 2    

                                                                                                                  

Was dann kam, ließ uns die Stirn in Falten legen, denn Frau Wilbert "klaute" (natürlich ganz unbewusst) sozusagen unsere erste Frage für die Talkrunde. "Wären Sie eigentlich selbst ein guter Handwerker geworden?" 

Thomas winkte grinsend ab und fing an zu erzählen: "
I
ch und Handwerk… ha, ha, ha. Meine Eltern haben ein zweites Haus gebaut und ich war damals so 15 Jahre alt. Ich habe einen älteren Bruder, der immer mithelfen musste. Ihm reichte es irgendwann mal und er fragte, warum er immer helfen muss und ich nicht. Also musste ich dann mit und habe meinen Vater zur Weißglut gebracht, weil ich exakt nach jedem 20. Stein, den ich in die Schubkarre gehoben hatte, meine Hände gewaschen und eingecremt habe. Ich fand das so eklig. Das habe ich so konsequent durchgeführt, dass mein Vater irgendwann sagte: Bitte bleibe weg, weil die Kosten für die Seife und Cremes sind ja teurer wie das ganze Haus. Mein Vater sagte auch zu mir: Du musst mal viel Geld verdienen, denn du musst für jeden Handwerker bezahlen. Du kannst nichts alleine machen. Aber eines zur Ehrenrettung… Wenn ich mal ein Bild mit Hammer und Nagel aufgehängt habe, ist noch kein runter gefallen. Die, die runter gefallen sind, waren nicht meine. Aber singen können und handwerken… nee, dass geht nicht."

Eine
Pressemeldung über dieses Gespräch findet ihr übrigens auch auf den Seiten der HWK Koblenz.

Nach diesem Gespräch auf der Bühne fragte Thomas, ob wir denn gern Musik hören wollen - WELCHE FRAGE !!!! "Ich mach jetzt mal Musik… Ich war nicht ganz untätig in den letzten Monaten und habe in einem Berliner Studio mit dem Produzenten Robert Wässer Songs aufgenommen. Ich werde heute 2 davon singen.... zunächst mal der erste Titel. Es ist geplant, dass der Titel eventuell im Frühjahr schon erscheinen soll, weil es eine richtige Sommer-Nummer ist. Der Song hat einen spanischen Titel und ist auch für die spanischen Freunde unter uns... er heißt „Ibiza, mi felicidad“.

Es ist schwierig einen Song zu beschreiben, den man das erste Mal hört, aber eines können wir sagen.... Thomas brachte mit diesem Song den Saal schon nach den ersten Takten zum Kochen. Natürlich waren ganz besonders die spanischen Fans total aus dem Häuschen. Mit diesem Titel dürften dann auch die Fans poppiger Musik wieder vollauf zufrieden sein! Man hatte das Gefühl, mitten im Januar kommt Sommerurlaubs -  Insel-Feeling auf ;-). Der Titel ist so "gestrickt", dass man den Refrain fast sofort teilweise mitschmettern kann und die Beine sich auf wundersame Weise verselbstständigen. "Oh Ibiza....mi felicidad....love you.... bababaja.... bababaja", wir hatten Elefantengroße Gänsepickel auf der Haut!! Wenn das nicht was wird..... vielleicht wird dieser Titel DER Sommersong 2008.....für uns auf jeden Fall!!!!!!!!!!!!!!!! 

Thomas stand beim Singen auf einem kleinen Vorbau, der als "Vergrößerung" der Bühne diente und bewegte sich dort nur sehr verhalten und vorsichtig. Die Konstruktion wurde dann auch gleich entsprechend kommentiert:
"Ich habe die totale Panik, dass ich auf die Fresse falle, weil ich überhaupt nichts sehe. Es ist so dunkel und ein Schritt daneben und ihr habt lustige Bilder und ich ein Bein gebrochen. Es ist aber heute unglaublich viel Platz hier auf der Bühne. Das kann ich nur wiederholen. Ich glaube die Tulpen auf der Bühne stören…"
 

"Hat es euch gefallen?" -JAAAAAAAAAA- "Ja so ein bisschen spanisch kann ich ja auch sprechen. Ich muss ja auch, denn wenn ich mal einkaufen gehe kann ich nicht immer meine Frau mitnehmen und an der Theke stehen und sagen: Schatzi, sag mal was das ist. Ein paar Wörter kann ich. Ein lebenswichtiges Wort ist das spanische Wort für Fleischwurst…“ Lautes Gelächter... „Was ist denn daran so witzig? Wer von euch mag keine Fleischwurst?“ – Iiiiiicccchhh – „ …da kannst du jetzt mal raus gehen. Mortadela alemana (???) heißt Fleischwurst. „Ibiza, mi felicidad“ ist sehr gut zum Nachsingen oder?. Bababaja...  bababaja… das ist international. Da habe ich Wert drauf gelegt, denn das klappt in Israel und auch in Finnland, aber auch in Kanada… einfach überall."

Nachdem sich die Leute im Saal wieder etwas beruhigt hatten, kam Thomas zum nächsten Programmpunkt. Es gab einige ausgewählte YouTube - Videos, die Thomas zeigen und kommentieren wollte. "Da freue ich mich jetzt drauf. Kevin, hab ich hier so’n Drücker?" - Ja! – "Oh danke. Und welcher von den 25.000 Knöpfen ist der richtige? Ich dachte das ist so… rechts, links, stopp. Aber das ist es nicht. Wir leben ja im Zeitalter des Internet und jeder von euch kennt YouTube, oder? Da kann man gut Sachen im Internet anschauen… wahrscheinlich morgen schon was von dieser FC-Party." Im Hintergrund lief das erste Video an, allerdings war der Ton ziemlich abgehakt. – Hilfe suchend wandte Thomas sich an seinen Techniker: "Wooooo ist der Stopp-Knopf?"  Wahrscheinlich war es für alle Beteiligten das Beste, dass Kevin dann sehr schnell eine Möglichkeit fand, das Ganze selbst zu steuern ;-) 

Das 1. Video zeigte das MT Konzert im Juni 1998 vor ca. 215.000 Fans in Budapest und Thomas fing an zu erzählen:
"Das was ihr garantiert nicht gesehen habt… könnt ihr nicht gesehen haben. Es war im Juni und es war brütend heiß. Wir kamen aus dem Hotel, ich sollte auf die Bühne gehen und hatte vergessen mir andere Schuhe mitzunehmen. Ich habe also das komplette Konzert in Flip Flops performt. Die ersten 30 Sekunden war es luftig… danach wird das dann so schmierig an den Fußsohlen. Als ich von der Bühne kam, hatte ich wirklich die Füße blutig und voll mit Blasen. Ich hatte Schmerzen ohne Ende, aber ich konnte nichts machen, denn die Entfernung zum Hotel war einfach viel zu weit. Das war meine Erinnerung an dieses Konzert. Oft fragt man mich auch, wie ich mich fühle, wenn ich vor so vielen Leuten auftrete… das sieht man nicht. Das kriegt man gar nicht mit, dass Gehirn hört bei ein paar tausend auf zu realisieren wie viel das jetzt ist… man weiß nur, dass es verdammt viele Leute sind."  

Dann gab es einen Ausschnitte aus dem Chile - Konzert 1988. Als Thomas sich auf der Bühne von hinten sah meinte er nur ganz trocken: "Ich weiß gar nicht, was ich da gemacht habe, dass die so schreien? Aber ihr werdet gleich schreien, wenn ihr mich seht. Das ist doch ’ne Matte, oder? Da kann man doch mindestens 2 Perücken von machen. Also von hinten könnte das auch Tokio Hotel sein. Das waren Zeiten… das ist jetzt 20 Jahre her. Da kann man mal sehen, wie viele Haare einem ausfallen."  

Zum Konzert im März 2006 im Kiev gab es auch eine lustige Geschichte zu erzählen: "Der russische Bruderkuss… unfassbar!!! Auch wieder ein großes Stadtfest. Man kommt also auf die Bühne und muss erst mal Wodka kippen, aber das was ihr nicht sehen konntet… auf dem Tablett lag ganz dickes Bauchfett. Also Wodka und dann kaut man auf dem Fett mit einem Radieschen. Und genauso wenig, wie ich Handwerker bin, esse ich auch kein Bauchfett, zumindest nicht freiwillig. Aber das ist da echt eine Tradition. Und der Moderator hat mit jedem der auf die Bühne kam noch einen Wodka geschüttet... er war am Abend hakedicht. Der macht auch Veranstaltungen und Tourneen in der Ukraine und ist doch Tatsache in einem rosafarbenen Hasenkostüm aufgetreten. Das ist sozusagen der ukrainische Dirk Bach." 

Zum Konzert im August 2007 in Rumänien erzählte er uns die Abenteuer vom verlorenen Koffer: "Die Geschichte drum herum ist witzig, der Auftritt war relativ normal. Aber guckt euch doch bitte mein Outfit an, dass ist sehr entscheidend. Das ist mal grundsätzlich ein schönes Hemd, dass will ich nur mal vorweg schicken. Aber es ist mehr so ein Freizeithemd und ich war damals auf Ibiza und hatte den Job in Mamaia. Natürlich gibt es von Ibiza keine Direktverbindung dorthin. Also musste ich von Ibiza nach Barcelona und dann von Barcelona nach Rumänien und dann war mein Koffer weg. Das macht unglaublich Freude, wenn man so bei 35 Grad Ibiza, 35 Grad Barcelona und 38 Grad in Rumänien ankommt... das Hemd ist auf den Flügen schon so was von durchgeschwitzt. Da freut sich unter die Dusche zu gehen und ein neues, frisches, weißes Leibchen anzuziehen, welches aber dann nicht da ist. Der Gedanke, dass ich damit auch noch auftreten musste… puh."

                        

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