Wie ihr in den
letzten Tagen ja bereits der
Presse entnehmen konntet, fand am
17. Juni in der Euskirchener Mercator-Kaserne, ein musikalisches
Zusammentreffen von Thomas und der Bigband der Bundeswehr statt.
In aller Abgeschiedenheit bereiteten sich dort beide Seiten
gemeinsam auf einen ganz besonderen Auftritt vor…
das Sommerfest
des Bundespräsidenten. Jeder war von der Zusammenarbeit sehr
angetan und so betitelte der Bandchef, Christoph Lieder,
„unseren“ Thomas als „einen der besten Profis in Deutschland“
und Thomas gab das Kompliment gerne zurück und sagte, dass die
Bigband „die beste Band sei, die wir in Deutschland haben.“
Zwei Tage später, am 19. Juni, war es dann soweit… Pünktlich und
mit großem Aufwand wurde der Park des Schlosses Bellevue in
Berlin für die, bereits zum vierten Mal stattfindende,
gigantischste Garten-Party des Jahres hergerichtet. Mit großen
LKW’s und kleinen Lieferwagen wurden Tische, Stühle, Blumen,
Essen, Getränke, Bühnenaufbauten, Technik und vieles mehr
angefahren. Nicht zu vergessen die unglaublich aufwendige
Lichttechnik und Unmengen an Feuerwerk, welches am späten Abend
noch zum Einsatz kommen sollten.
Am Freitagmorgen hieß es nun auch für mich wieder „arbeiten“
:-). Heute allerdings nicht im Büro sondern „Open-Air“.
Berufsbedingt bekam ich die Gelegenheit bei diesem Event mit
dabei zu sein und konnte so auch gleich ein paar Eindrücke und
Fotos für diesen kleinen Bericht sammeln.
Der Tag begann für mich
gegen 8.30 Uhr, denn für ca. 10 Uhr waren die ersten Proben und
der Soundcheck angesetzt. So machte ich mich also langsam auf
den Weg nach Berlins Mitte, um Thomas abzuholen. Nachdem wir
überpünktlich am Eingang des Bundespräsidialamtes ankamen, wo
man uns bereits erwartet hatte, stand auch sofort ein
persönlicher Betreuer der Veranstaltungsagentur „CB.e
Clausecker|Bingel.Ereignisse“ bereit. Dieser war unser
Ansprechpartner für den ganzen Tag.
Gemeinsam machten wir uns
nun auf den Weg zur großen Show-Bühne. Man glaubt ja gar nicht
wie groß die Parkanlage des Schlosses Bellevue ist… Ich hatte
das gar nicht so riesig in Erinnerung. Es dauerte also einen
kleinen Moment bis wir unser Ziel endlich erreicht hatten.
Männer haben ja sowieso meist einen recht flotten Schritt drauf…
und Thomas scherze auch noch so ganz nebenbei: „Super, dann
haben wir ja unseren Frühsport auch schon hinter uns.“
Während wir uns so langsam der Bühne näherten, hörten wir schon
die ersten Töne von den Trompeten, Posaunen, Saxofonen,
Gitarren, Bässen, einem Piano, dem Keyboard, den Drums und den
Percussions. Die Jungs der Bigband waren also schon schwer am
Arbeiten. Jedes einzelne Instrument wurde getestet, eingespielt,
angepasst etc. … bis es am Ende so klang, wie es sich die netten
Jungs der Tontechnik vorgestellt hatten. Ihr könnt euch sicher
denken, dass das Ganze bei einer 24-köpfigen Band zuzüglich
einer Solistin einiges an Zeit in Anspruch nimmt.
Thomas nutze, während er noch nicht
an der Reihe war, die Gelegenheit ein wenig über den Text und
die Noten zu schauen. Schließlich standen auf der Trackliste
diesmal zwei Songs, welche er bisher noch nicht gesungen hatte.
Außerdem musste auch noch geklärt werden, wie der weitere
Tagesablauf von statten geht. Am frühen Abend, bevor das Fest
offiziell eröffnet werden sollte, war Thomas ja noch zum Empfang
beim Bundespräsidenten eingeladen. Nun waren die Jungs der
Veranstaltungsagentur wieder gefragt, denn sie kannten den
kompletten Ablauf- und Zeitplan am allerbesten.
Da sie wirklich
super durchorganisiert waren, gab es an dieser Stelle natürlich
überhaupt keine Probleme und es verlief alles völlig entspannt.
Man organisierte ruck zuck einen Fahrer samt Auto vom
Bundespräsidialamt, tauschte Telefon-Nummern und Visitenkarten
aus, sprach Zeiten ab und so weiter. Alles in allem hat das den
ganzen Tag wunderbar und ohne Schwierigkeiten funktioniert. Ich
persönlich fand auch einzelne Gespräche mit den Organisatoren
vor Ort sehr spannend, denn zwischendurch gab es immer wieder
jemanden der sich freute, Thomas einmal live zu sehen. Irgendwie
kannte ja jeder von ihnen Modern Talking und gestand, dass er
die eine oder andere CD im Schrank stehen hätte :-).
Da es Tage vorher und auch am Morgen hin und wieder regnete,
waren einige Aufbauten ziemlich in Wasser getränkt und mussten
zwischendurch mal wieder „trocken gelegt“ werden. Während eine
Putzkolonne die Stühle und die spätere Tanzfläche von dem
Regenwasser befreite, gab Thomas wirklich jedem eine abendliche
Wetterprognose. Wie wir alle wissen ist Thomas diesbezüglich ja
richtig fit und könnte, wenn es seine Zeit zulassen würde, Herrn
Kachelmann locker bei der Wettervorhersage ersetzen ;-) Jeder,
der an diesem Tag vorbei kam sagte: „Oh je, hoffentlich regnet
es heute Abend nicht.“ Darauf Thomas immer: „Nein, es wird nicht
regnen! Es soll trocken bleiben und wir haben um die 21 Grad.“
So richtig glauben konnte das an diesem Vormittag eigentlich
niemand, da das Wetter alles andere als gut aussah und der eine
oder andere Regenschirm ständig zu Einsatz kam. Aber wozu gibt
es denn heutzutage internetfähige Handys? Auch die Damen und
Herren von einem Kamerateam, welche die freie Zeit nutzen und
Thomas ein paar Fragen stellten, waren ebenfalls sehr skeptisch,
was die Wetterlage anging. Als Frau hatte man ja schließlich
Angst um sein abendliches, bodenlanges, luftiges Kleid und die
offenen Pumps ;-).
Na ja, was soll ich euch sagen… Da war er also unser
„Wetterfrosch“ und konnte nun endlich zum Einsatz kommen. Thomas
zückte sein Handy, surfte auf einer Wetterseite rum und bewies
auch diesem netten Team, dass das Wetter sich halten würde und
niemand Angst um seine Klamotten haben müsste. Das komplette
Kamerateam war von Thomas’ lockerer und unkomplizierter,
fröhlicher Art richtig angetan, überrascht und beeindruckt. In
einem kurzen Gespräch sagten sie zu mir, dass es wirklich
ungewöhnlich für einen international bekannten Weltstar wäre,
dass er so mit seinen Mitmenschen umgeht. Tja... Jeder, der
Thomas schon mal irgendwo begegnet ist, kann sicher bestätigen,
dass das bei ihm ganz normal und nichts ungewöhnliches ist!
Inzwischen war es gut 11.00 Uhr und nun war auch Thomas mit
seinem Soundcheck an der Reihe. Da er diesbezüglich ja Profi
genug ist, war dieser allerdings nach ca. 15 Minuten leider auch
schon wieder vorbei. Es sang alle 4 Songs einmal kurz durch,
testete verschiedene Standortpositionen (um den Klang zu
checken) und das war’s dann auch schon wieder. Ich für meinen
Teil hatte sofort einen Favoriten… Es war der Song „Sway“.
Dieser Titel ist eine Latino-Nummer und hatte einen richtig
genialen Rhythmus. Das Ganze war klasse arrangiert und Thomas
hat ihn einfach unglaublich toll gesungen und interpretiert. Auf
jeden Fall war ich schon von den Proben richtig begeistert und
ganz gespannt auf den noch folgenden Abend.
Während nun noch Solistin Bwalya als letzte ihren Soundcheck
machte, ging es für uns aber erstmal zurück. Der Nachmittag
stand nun soweit zur freien Verfügung. Jeder hatte etwas anderes
auf seinem Plan. Die einen sind essen gegangen, die anderen
shoppen, der nächste hat sich zum relaxen zurück gezogen und und
und. Berlin bietet ja ausreichend Möglichkeiten, damit keine
Langeweile aufkommt. Ich für meinen Teil habe die Zeit genutzt
und bin etwas später auch noch mal kurz nach Hause zu meiner
Familie gefahren. Schließlich wusste ich ja, dass der Abend noch
richtig lang werden würde.
Für Thomas hieß es gegen 17.30 Uhr komplett gestylt und in
Schale geworfen im Foyer seines Hotels zu stehen, denn nun kam
der erste offizielle Auftritt an diesem Abend. Der Fahrer war
super pünktlich und holte Thomas nun zum Empfang bei
Bundespräsidenten ab. Leider durfte nicht jeder der 4.000
geladenen Gäste bei diesem kleinen 45-minütigen Event dabei
sein. Nur ca. 50-60 ausgewählte Leute hatte die große Ehre Horst
Köhler einmal persönlich gegenüber zu stehen und ihm die Hand zu
schütteln bzw. ein kurzes Wort mit ihm zu wechseln.
Im Anschluss an den kleinen Empfang, so gegen 19 Uhr, wurde nun
das Sommerfest offiziell eröffnet. Unter dem diesjährigen Motto
„Bildung – Zukunft – Engagement“ hatten Bundespräsident Horst
Köhler und seine Frau zahlreiche Gäste eingeladen. Neben
ehrenamtlich engagierten Bürgern aus ganz Deutschland erschienen
auch Politiker, Schauspieler und Künstler. Außerdem hatte Horst
Köhler für die traditionell verregnete Feier, die beliebten
4.000 Regenschirme besorgt. Diese kamen aber glücklicherweise an
diesem Abend nicht zum Einsatz und so konnte jeder der Gäste
seinen großen, blauen Bundespräsidenten-Schirm, trocken und noch
frisch verpackt, mit nach Hause nehmen… denn der nächste Regen
kommt bestimmt :-). Und… Thomas hatte mal wieder recht mit
seiner Wetterprognose!