|
Das Löhr-Center in Koblenz wurde in diesem Jahr mehrmals zum
Schauplatz und Treffpunkt für Thomas-Anders-Fans, denn nach zwei
Autogrammstunden im März unterstützte Thomas nun den Inner Wheel
Club bei der Versteigerung eines großen Lebkuchen-Knusper- bzw.
Hexenhauses zu Gunsten des Kinderhospizes Löwenzahn in Koblenz.
Um 14 Uhr sollte die Versteigerung auf der Weihnachtsbühne im 1.
OG stattfinden, aber bis wenige Minuten davor war noch nichts
davon zu erahnen. Als ich mich mit Jürgen noch darüber
unterhielt, ob wir denn nun wirklich an der richtigen Stelle
standen, sagte eine Stimme hinter uns sinngemäß: "Das muss hier
stattfinden, denn was anderes weiß ich auch nicht...!" Die Stimme
gehörte Thomas, der gerade mit den Damen vom Inner Wheel Club eintraf
und auf der Bühne sofort die letzten vorbereitenden Gespräche
vornahm.
Gleichzeitig kamen auch Mitarbeiter des Löhr-Centers,
die die Bühne umbauten, staubsaugten und das Lebkuchenhaus
dekorativ in den Vordergrund stellten. Pünktlich um 14 Uhr begrüßte
Thomas die inzwischen zahlreich versammelten Zuschauer und führte
kurze Gespräche mit der Vizepräsidentin des Inner Wheel Clubs,
Frau Schilling-Roosen, die die erkrankte Präsidentin vertrat, und
mit der Vorsitzenden des Kinderhospiz Löwenzahn, Frau Textor. Die
Arbeit der Vereine wurde vorgestellt und ein wenig erläutert. Es
ist wichtig, Familien mit lebensbedrohlich erkrankten Kindern zu
unterstützen, weil das Schicksal viele Probleme nach sich zieht
und die Familie dann dringend Hilfe auf verschiedenen Ebenen
braucht.
Danach wurden mit Unterstützung des Center-Managers, Herrn
Luscher, die Regeln für die Versteigerung erklärt: Diese fand im
amerikanischen Stil statt, d.h. es wurden Gebote in
5-Euro-Schritten entgegen genommen. Man durfte natürlich auch
mehr spenden, aber 5 Euro waren jeweils das Minimum. Während das
Geld in Einmachgläsern eingesammelt wurde, lief im Hintergrund
ein großer Wecker. Der Center-Manager stellte verdeckt eine
Uhrzeit ein und verhüllte den Wecker mit einer Weihnachtstüte.
Nur er wusste, wann der Wecker klingeln würde, dies konnte nach
wenigen Minuten, aber auch nach einigen Stunden sein... In dem
Moment, in dem beim Klingeln der letzten Geldschein abgegeben
wurde, sollte die Auktion beendet sein und der Spender das Haus
bekommen sollen. Also alles ganz gerecht und fair.
Die Einmachgläser
gingen fleißig herum, Thomas feuerte die Zuschauer zum fleißigen
Spenden an und sprach nebenbei mit der „Architektin“ und
„Erbauerin“ des Hauses, Frau Hengst vom Inner Wheel Club. Sie
erklärte den interessierten Zuhörern, dass das Lebkuchenrezept
aus ihrer Familie stammt und dass das Häuserbauen zur Tradition
gehört. Dieses große Haus hatte sie aus 7 bis 9 kg Lebkuchenteig
gebacken, der unter anderem 30 Eier und ca. 3 kg Honig enthielt.
Die genaue Menge Mehl wusste sie nicht mehr, aber es war eine
ganze Menge. Auch die Anzahl der verwendeten Plätzchen,
Schokoladen-Goldtaler, Bonbons und die Menge Zuckerguss für die
Verzierungen konnte sie nicht genau benennen, aber Thomas schätzte
das Haus auf gefühlte 85 Millionen Kalorien ein - das genügte
den Gästen.
Nach etwa einer halben Stunde klingelte der Wecker unter der
Weihnachtstüte, aber da gerade zwei ältere Damen jeweils einen
Geldschein abgegeben hatten und sich das Haus nicht gegenseitig
streitig machen wollten, wurde eine Verlängerung der Auktion
vereinbart. Thomas merkte sich nun genau jeden einzelnen Spender
und als der Wecker nach ein paar Minuten zum zweiten Mal
klingelte, steckte gerade ein kleines Mädchen namens Michelle
ihren zweiten 5-Euro-Schein in ein Glas. Unter Jubel der Zuschauer
wurde sie auf die Bühne geholt und zur neuen Besitzerin des
Lebkuchenhauses erklärt. Für Heiterkeit sorgte ihre Erklärung,
ihre Mutter würde noch einkaufen und noch gar nichts von ihrer
Aktion wissen. Dann sagte sie, das Haus würde auf jeden Fall in
der Familie geteilt. Niedlich, ihr hat jeder den Gewinn gegönnt.
Thomas' Sohn Alexander Mick war übrigens auch mit Claudia da und
bettelte die Mama um Geld an, das er stolz in die Gläser stecken
durfte. Thomas hoffte allerdings, dass Alexander das Haus nicht
gewinnen würde, denn sonst müsste er es zum Teil mit aufessen. Für
alle Besucher, die spenden wollten, aber für die das große Haus
unpassend kam, gab es einige Lebkuchenhäuschen im Mini-Format,
die man gegen eine Spende von 5 Euro bekommen konnte. Auch
Alexander gab sich mit einem Mini-Häuschen zufrieden.Wieviel Geld letztendlich zusammenkam, konnte am Ende der Auktion
nicht ermittelt werden, aber ein großer Acryglas-Würfel war mit
5- und höherwertigen Euro-Scheinen gut gefüllt. Ein paar Hundert
Euro werden schon zusammengekommen sein. Nach ca. einer Stunde
endete die Veranstaltung mit Pressefotos und die neue Besitzerin
war sichtlich stolz auf ihr schönes Haus. Thomas musste am
Nachmittag noch zu einer anderen Veranstaltung, blieb aber noch
ein paar Minuten im Löhr-Center, gab Autogramme und ließ sich
fotografieren, wie man es von ihm gewohnt ist.
© Text und Fotos: Barbara Maus
|