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Dass
du Noten lesen kannst ist schon klar. Machst du auch in deinem
Berufsleben davon Gebrauch? Wenn du Songs komponierst, schreibst
du dann die Noten auf?
Diese Frage war wohl für alle
interessant, weil Thomas einmal genau erzählte, wie so ein Song
entsteht. Er meinte, dass es heute nicht mehr wie zu Mozarts
Zeiten ist. Wenn man heutzutage am PC sitzt und Songs aufnimmt,
dann macht das der Computer und rechnet alles so um, dass ein
fertiges Notenbild entsteht. Hier und da muss zwar noch korrigiert
werden, weil der PC ja nicht weiß, welche Tonart es sein soll,
aber am Ende druckt er dann ein komplettes Notenblatt aus und zwar
exakt so, wie es gespielt wurde. Für das neue Album „Songs
forever“ wurden alleine 1500 Notenblätter ausgedruckt und
angepasst. Das war ein Aufwand, wie ihn Thomas noch nie erlebt
hatte.
Wird es in diesem Jahr endlich
eine DVD, vielleicht auch mit allen Solovideos von dir geben?
Hier
erzählte Thomas, dass seine neue Plattenfirma EDEL, bezüglich
der TA-Solo-Videos, in der Planung sei und bei den
unterschiedlichen Plattenfirmen die entsprechenden Rechte anfragt.
Neben der Solo-Singles sollen dann auch noch Interviews und einige
Features mit auf die DVD. Ausserdem soll es auch noch zusätzlich
eine Live-DVD zum neuen Album „Songs forever“ geben.
Wird
es ein Video zur Single geben? "Nein, es wird
so kein Video geben."
In deinem Interview bei
TA-Online.com hast du gesagt, dass sich dein neues Album vor allem
an Erwachsene richtet. Stellst du dich nicht mehr auf junge Fans
ein bzw. meinst du, dass deine neue Musik junges Publikum nicht
mehr ansprechen wird?
Hier stellte Thomas klar, dass man neue
Zeichen der Zeit erkennen muss und sich immer weiter entwickeln
sollte: „Jemand der in alten Gewässern fischt, wird irgendwann
merken, dass da nichts mehr drin ist.“ Er habe auch keine Lust,
sich mit 16-19jährigen Hip Hop Künstlern vergleichen zu lassen.
Das viele Geld, dass ein Video kosten würde, möchte er lieber in
eine andere Art von Promotion stecken.
Welchen Job würdest du machen, wenn es mit der
Musikkarriere nicht geklappt hätte?
Hierzu meinte Thomas, dass es mit Sicherheit etwas
Kreatives gewesen wäre, denn er könnte nicht irgendwo in einer
Bank sitzen und Zahlenkolonnen zusammen rechnen. Das wäre für ihn so
gar nichts. Eigentlich war er ja damals zumindest schon mal auf
dem Weg Musikjournalist werden.
War es beabsichtigt, dass
der Text von "Playing with Dynamite" auf deinem Album
„This Time“ ein bisschen an deine Situation mit Dieter Bohlen
und dir erinnert?
Thomas: „Diesen Titel gab es schon und er war auch schon
geschrieben, bevor es diese Situation zwischen Dieter und mir gab.
Aber es passt natürlich super.“ Ursprünglich war es aber
allerdings eher auf eine ganz andere Situation gemünzt, wie z.B.
in einer Ehe oder Partnerschaft.
Wo siehst du dich selber in
10 Jahren?
Gute
Frage, auf welche Thomas grinsend antwortete: „Hoffentlich
bei 52! Wir wissen doch nicht was passiert. Ich kann doch
irgendwie mal losfahren, dann trifft mich ein Blitz und weg bin
ich. Dann heult ihr aber, dass sag’ ich euch! …hoffentlich…
Ihr wisst doch sonst gar nicht mehr, was ihr am ersten
Januar-Wochenende machen sollt ;-)"
Stimmt es, dass du
nach Amerika ziehst?
Bei dieser Frage hat sich Thomas erst mal schlapp gelacht und
sagte: „Ich glaube die Frage kommt garantiert aus Peru…“
Warst
du eigentlich traurig, als du erfahren hast, dass der
Moseltanzpalast abgerissen wird?
Thomas sagte, dass er
eher ein bisschen sauer war. Schließlich musste er sich eine neue
Location für die Party suchen. Als die Fans dazwischen riefen,
dass dort doch aber sein erster Auftritt gewesen sei, antwortete er
nur: "Ich bin zwar als Kind dort aufgetreten, aber wenn ich über
jeder Schließung traurig wäre, dann wäre ich ja nur noch am
Heulen.“ Für Thomas war es zwar toll dort zu singen und er hat
seine Erinnerungen daran, aber bis auf die letzte Fanclub-Party,
war er dort schon seit 30 Jahren nicht mehr.
Wie reagierst
du auf Kritik? Ignorierst du sie oder antwortest du auf Vorwürfe?
"Kritik
ist grundsätzlich etwas sehr Wichtiges.“ Thomas meinte, dass
man auch sehen muss, von wem diese Kritik kommt, denn wenn er von
jemand kritisiert wird, der sich normalerweise in seiner
Musikrichtig überhaupt nicht auskennt, dann kann er auch nichts
erwarten. Die
entscheidende Frage ist ja da auch: Von wem kommt Kritik und wie
wird sie angebracht? Komisch findet Thomas allerdings, dass es
Menschen gibt die ihm sagen: „Das war toll, das hast du so super
gemacht!“ und er selber weiß, dass es nicht stimmt. Dann
versteht er das nicht so ganz und es stellt sich ihm natürlich
die Frage, was das denn jetzt soll? Thomas sagte auch, dass es
manchmal Kritik gibt, die einem nicht so passt, aber wenn er dann
mal in sich reinhört, dann weiß er doch, dass derjenige schon
Recht hatte.
Würdest du deinen Sohn unterstützen, wenn er
Musiker werden möchte?
Hier kam von Thomas erst mal ein
nachdenkliches: „Hm, weiß ich nicht.“ Er sagte, dass er
Alexander nur unterstützen würde, wenn er das Gefühl hätte,
dass er besonderes Talent und Durchsetzungsvermögen hat und nicht
weil sein Vater Musiker ist. Wenn das nicht vorhanden wäre und da
der Job auch sehr hart ist, würde Thomas alle Hebel in Bewegung
setzen und Alexander in eine andere Richtung lenken. Außerdem hätte der Kleine es auch doppelt so schwer, denn
auf Grund seines Vaters, würde man ihn viel mehr beobachten und
er müsste noch mehr Leistung bringen.
In einer Zeitung stand, dass du im Frühjahr in eine
Villa/ein Haus umziehen wirst. Stimmt das?
Thomas'
Kommentar dazu war mal wieder der absolute Lacher. Er sagte, dass
ein Umzug in Planung ist und sobald es aktuell wird, lässt er es
die Fans auf seiner Homepage wissen …mit Haus-Nr., Strasse und
seinen Praxiszeiten (wann für den Besuchsverkehr geöffnet ist)
*gg*
Passiert es manchmal, dass du bei einem
Zusammensein mit Freunden oder Verwandten spontan zu singen anfängst
– und zwar nicht als Sänger sondern als Mensch, der so versucht
seine Lebensfreude auszudrücken?
Das hat sich Thomas
irgendwann einmal ganz schnell abgewöhnt. Er singt auch grundsätzlich
in der Kirche nicht mehr mit, weil er die Erfahrung gemacht hat,
dass alle anderen mit dem Singen aufhören, wenn er damit anfängt.
Deshalb macht er das mittlerweile relativ ungern.
Singst du
denn zu Hause einfach mal so? Ohne dabei an deinen Beruf oder eine
Produktion zu denken?
Thomas
erzählte, dass er das schon relativ häufig macht. Am liebsten
setzt er sich dann an den Flügel und singt. Das brauche er auch,
um seine Stimme zu trainieren bzw. um sogar ein wenig mit ihr zu
experimentieren. Es gab mal eine Situation, da hatten er und Achim
Brochhausen einfach mal Lust auf Musik, aber wollten dabei nicht an
den Job denken. Sie alberten so rum und heraus kamen Kinderlieder
in "verswingter" Form. (Hier gab es dann für uns alle
eine kleine Kostprobe von "Fuchs, du hast die Gans
gestohlen")
Wird es in diesem Jahr eine Tournee geben?
Thomas
erzählte, dass 4 Showcases
geplant sind und zwar vom 14.-17. März 2006 in Köln,
Hamburg, Berlin und München. In diesen Shows wird der
Öffentlichkeit dann das neue
Album „Songs forever“, zusammen mit einer Live-Band, präsentiert
werden. Die Eintrittskarten hierfür gibt es allerdings nur in
limitierter Auflage, da die Shows in kleinen Clubs mit einer Größenordnung
von je ca. 400 Leuten stattfinden werden. Von diesen 400
Karten/pro Show sind jeweils immer 200 Karten für die Presse, das
Fernsehen und Angehörige reserviert, es gehen also pro Show nur
ca. 200 Karten in den Verkauf.
(c) Fotos und Text: ThomasAnders-Online
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