www.ThomasAnders-Online.com      

Die Fanpage - Einfach anders!     

 

»News  »Privat  »Discographie  »Fotos  »Börse  »Meet & Greet  »On Stage  »Medien  »Charity
 
»KA.G.B. Music  »Interaktiv  »Ander[e]s »Pinwand  »
Kontakt  »Home

 

.:: Bilder lassen sich per Klick vergrößern! ::.
 
PISA - Der Ländertest

Sendung in der ARD am 25. Oktober 2003 um 20:15 Uhr live aus dem Coloneum in Köln.

Nach der PISA-Studie vor zwei Jahren, bei der die Schüler Deutschlands im europaweiten Vergleich von insgesamt 32 Ländern nur einen Platz unter 20 belegten (Finnland belegte Platz 1), will die Diskussion über die Bildung in Deutschland nicht enden. Wie dumm ist Deutschland wirklich? Und sind die Erwachsenen besser als die Kinder und Jugendlichen? Die ARD wagte den Versuch, dieser Frage in einer anspruchsvollen Unterhaltungssendung nachzugehen. Moderator Jörg Pilawa, der den „Klassensprecher“ spielte und die Show als „die größte Klassenarbeit weltweit“ bezeichnete, sagte im Vorfeld in einem Interview, diese Show hätte man nicht proben können, sie wäre ein Experiment und für ihn als Moderator der „absolute Freiflug“. In der Tat war die Show ungewöhnlich: Im riesigen Coloneum gab es kein Publikum, dafür schwitzten 320 Kandidaten und 16 Prominente über den 20 Aufgaben. Die Kandidaten stammten aus den 16 Bundesländern, je 20 Personen wurden repräsentativ nach Geschlecht (10 Frauen, 10 Männer), Alter, Beruf, Familienstand, Schulabschluss usw. ausgewählt. Jede Gruppe wurde von einem Prominenten aus dem jeweiligen Bundesland angeführt. Thomas Anders war der Pate für Rheinland-Pfalz, weitere bekannte Gesichter waren z. B. Aleksandra Bechtel für Nordrhein-Westfalen, Caroline Beil für Hamburg, Hannes Jaenicke für Hessen.

Im PISA-Ländertest sollte das Bundesland ermittelt werden, in dem die schlauesten Bürger wohnen. PISA will jedoch nicht die Intelligenz der Kandidaten testen, sondern es geht um die Anwendung gelernten Wissens im Alltag, um Verstehen, Begreifen und die Lösung von Problemen. Oft helfen keine Formeln, sondern man muss die Fragestellung richtig verstanden haben und gegebenenfalls auch mal „um die Ecke“ denken können.

So gab es zu Beginn der Sendung eine Fragerunde zum Einstieg, auch aus dem Grund, weil die Technik in der Halle noch nicht funktionierte. Beispiel: Jörg Pilawa hielt beide Hände hoch und fragte, wieviele Finger zu sehen wären. Antwort: 10 Finger. Dann eine Hand. Antwort: 5 Finger. Dann klappte er den Daumen nach innen, zeigte aber den Kandidaten die Handfläche. Viele riefen, es wären 4 Finger zu sehen. Falsch, denn den Daumen konnte man immer noch sehen, also 5 Finger. Noch ein Beispiel: Ein Stift kostet 1,10 EUR. Man kann Stift und Kappe einzeln kaufen, dann ist der Stift 1 EUR teurer als die Kappe. Vieviel kostet der Stift? Antwort: 1,05 EUR, die Kappe kostet 0,05 EUR. Einfach und doch kompliziert!

Als die Technik endlich stand und auch die Fernsehzuschauer zu Hause per Internet über www.pisa-laendertest.de online mitmachen konnten, gab es eine letzte Probeaufgabe. Diese wollte Jörg Pilawa mit einem der Prominenten machen. Er schaute sich um, die Promis guckten wie Schulkinder unschuldig an die Decke ;-). Thomas Anders wurde ausgewählt, weil er sich freiwillig nicht gemeldet hatte. Die Frage lautete: Auto A fährt mit 150 km/h von Berlin nach Köln. Auto B ist zur gleichen Zeit in Köln losgefahren und kommt ihm mit 100 km/h entgegen. Welches Auto ist weiter von Berlin entfernt, wenn beide sich treffen? Für die Lösung standen 15 Sekunden Zeit zur Verfügung. Thomas tippte auf Auto B, weil es langsamer fährt. Die überraschende Lösung: Beide Autos sind gleich weit von Berlin entfernt, denn sie haben sich ja getroffen und stehen nebeneinander! Da kommt der Sinn von PISA zutage, Rechnen nützt nicht immer, man muss den Sachverhalt verstanden haben.

Die Prominenten saßen vor den Kandidaten an Pulten, an denen der Buchstabe aufleuchtete, den die Mehrheit der Kandidaten aus dem Bundesland getippt hat. Hat der Promi die gleiche Lösung eingegeben, leuchtete eine weiße Lampe, hat er anders getippt, leuchtete es rot auf.

Nun wurde es ernst! Zu Beginn aller vier Themenblöcke wurden Einspielfime gezeigt, in denen Passanten in einer Fußgängerzone mit je einer Frage aus dem Themengebiet konfrontiert wurden. Es war schon erstaunlich, was manche Leute so alles an Lösungen parat hatten. Das erste Themengebiet hieß „Sehen, Hören und Verstehen“. Es gab 5 Aufgaben zu lösen, bei der 5. ging es um eine Rennstrecke, die gefilmt wurde. Anhand der Kurven sollten die Kandidaten aus drei Lösungsmöglichkeiten die richtige Strecke herausfinden. Jörg Pilawa stellte fest, dass im Block von Rheinland-Pfalz gelacht wurde und fragte Thomas, ob er die ganze Zeit „Geronimo’s Cadillac“ gesummt hätte. Thomas lachte noch mehr und verriet seinen Tipp. Die Antwort war sogar richtig, Thomas hatte sich den Verlauf der Rennstrecke eingeprägt, indem er „mitgefahren“ sei, und er hätte Glück gehabt bei der Lösung.

Das Teilergebnis des ersten Themengebietes, nur die ersten acht Bundesländer: 1. Thüringen, 2. Schleswig-Holstein, 3. Berlin, 4. Baden-Württemberg, 5. Nordrhein-Westfalen, 6. Brandenburg, 7. Mecklenburg-Vorpommern, 8. Sachsen.

Das zweite Themengebiet folgte sofort, es ging um „Naturwissenschaften“. Auch hier waren 5 Aufgaben zu lösen, alle mit Bezug auf das tägliche Leben. Das Teilergebnis lautete: 1. Thüringen, 2. Schleswig-Holstein, 3. Bayern, 4. Nordrhein-Westfalen, 5. Sachsen, 6. Sachsen-Anhalt, 7. Saarland, 8. Baden-Württemberg.

Nach einer musikalischen Pause (leider NICHT Thomas Anders) ging es mit dem dritten Themengebiet „Mathematik“ weiter. Die Kandidaten stöhnten noch lauter auf als beim vorherigen Thema. Wieder wurde eine der 5 Aufgaben mit tatkräftiger Unterstützung von Thomas gelöst. Es ging um zwei Sorten Teppichfliesen, 20 x 20 cm groß für 2 EUR das Stück, und 25 x 25 cm groß für 2,50 EUR das Stück. Frage: Welche Sorte ist beim Händler pro Quadratmeter günstiger? Es wurde ein Handwerker gesucht und es meldete sich ein Fliesenlegermeister aus Rheinland-Pfalz. Schon durfte Thomas eine Platte festhalten, die 1 qm groß war und in 20 x 20 cm große Quadrate aufgeteilt war. Das benachbarte Saarland bekam die Platte mit der 25-cm-Einteilung. Sofort war zu sehen, dass von den kleinen Fliesen 25 auf einen Quadratmeter gingen, von den großen nur 16. Also kosten die kleinen Fliesen 50 EUR pro qm, die großen nur 40 EUR. Die großen sind also günstiger!

Am Ende der Aufgaben sah die Tabelle wie folgt aus: 1. Schleswig-Holstein, 2. Nordrhein-Westfalen, 3. Saarland, 4. Sachsen, 5. Sachsen-Anhalt, 6. Thüringen, 7. Baden-Württemberg, 8. Bayern.

Als letztes Themengebiet kam „Problemorientiertes Denken“ dran. Hierbei nützen keinerlei Formeln oder auswendig gelerntes Wissen. Es geht dabei um das Verstehen komplexer Probleme aus dem Alltag, wobei man Wissen aus verschiedenen Fachgebieten miteinander kombinieren muss, um zur Lösung zu gelangen. Ganz schön knifflig! Am Ende der spannenden Aufgaben gab es leider keine Grafik mit den Platzierungen der Bundesländer.

Spannend wurde es bei der Bekanntgabe der Endergebnisse, die nach einer weiteren musikalischen Pause (wieder nicht Thomas, wie schade!) verkündet wurden. Der Beste von den Kandidaten war ein Mann aus Thüringen, aber Saalsieger wurde jemand von den Prominenten: Achim Menzel, Volksmusiker aus Brandenburg. Er hatte sich nach eigenen Angaben mit alten Schulbüchern auf die Show vorbereitet. Auf Platz 2 bei den Prominenten kam Schauspielerin Christine Neubauer aus Bayern. Den 3. Platz teilten sich Tanja Schumann, Aleksandra Bechtel und... Thomas Anders! Sie hatten je ein Drittel der Aufgaben richtig gelöst.

Das Gesamtergebnis aller Bundesländer sieht wie folgt aus: 1. Thüringen, 2. Schleswig-Holstein, 3. Nordrhein-Westfalen, 4. Saarland, 5. Berlin, 6. Bayern, 7. Hamburg, 8. Sachsen-Anhalt, 9. Rheinland-Pfalz, 10. Sachsen, 11. Mecklenburg-Vorpommern, 12. Baden-Württemberg, 13. Brandenburg, 14. Niedersachsen, 15. Hessen, 16. Bremen.

Einen Glückwunsch an Thomas, dass er sich so gut geschlagen hat. Und wie man in der Show immer wieder sehen konnte, hielt er ständigen Kontakt zu den Kandidaten aus seinem Bundesland. Sie scheinen sich gut verstanden zu haben und bildeten ein schönes Team.

nach oben
 


© 2002 - 2003 by ThomasAnders-Online.com  e-Mail: music@thomasanders-online.com