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2. Wok - WM 2004 - Die Revanche  

oder
Die Erfindung des Rückwärts-Woking

 

 


Mit entschlossenem Blick macht sich
Thomas für das Rennen bereit

Stefan Raab ist ja bekannt für seine absolut unkonventionellen Ideen und so hat es im letzten Jahr auch niemanden übermäßig verwundert, dass er aus einem Wetteinsatz eine Sportdisziplin machte und gleich auch noch eine Weltmeisterschaft dazu veranstaltete. Gemeint ist natürlich das WOK-Fahren auf einer Bobbahn!

Statt mit einem Bob oder Rodelschlitten die Bahn herab zu schlittern, müssen die Teilnehmer die Bahn mit einem Einer-oder Vierer-Wok überwinden.
Am 4. März fand nun die 2. Wok-WM auf der Bobbahn in Innsbruck statt.


Große Überraschung gab es bei uns schon im Vorfeld: Thomas stand auf der Teilnehmerliste für die Einer-Woks! Noch auf der Party im Januar hatte er uns gesagt, dass er bei der WM nur singen werde. Sein Management hielt die Verletzungsgefahr für zu gross und damit könnte im Ernstfall die gesamte Promo für sein Album ins Wanken geraten. Wir allerdings freuten uns nun auf Thomas im Doppelpack! Allerdings waren auch wir ein wenig sorgenvoll, dass alles gut geht!

Schon die Berichterstattung von den Vorbereitungen in Innsbruck war interessant und amüsant. Man hatte aus den, im wahrsten Sinne des Wortes, schmerzhaften Erfahrungen des letzten Jahres gelernt. Die Woks wurden durch einen Kern aus einem besonders strapazierfähigem Kunststoff stabilisiert, so dass sie nicht mehr verbiegen oder eindellen konnten.
 


Der Kampfname spricht für sich: Brauner Bär. Beim Kampfgewicht bitte noch
die Montur abziehen!


Hopp, hopp, hopp: Nur mit viel Schwung
kann man an Fahrt gewinnen

Die Teilnehmer waren gepolstert und verpackt wie amerikanische Footballspieler. Schon die Trainingsläufe wurden auf Pro 7 umfassend kommentiert. Großes „Hallo“ gab es vor allem, als Thomas sich in der Trainingsrunde gleich nach dem Start drehte und rückwärts die Bahn herunter sauste. Ob er wohl meinte, dass er das „Elend“ so nicht sehen muss ??? ;-)

Am Tag der WM saßen wir dann total gespannt und natürlich auch ein klein wenig aufgeregt vor dem Fernseher. Hoffentlich kommen alle heil nach unten! Nach SSDSGPS gefiel uns auch in dieser Sendung wieder der lockere, herzliche und unkomplizierte Stil,


mit dem durch die Sendung geführt wurde. Ähnlich sahen es wohl die zahlreichen Gäste in Innsbruck, denn die Stimmung dort war bombastisch.

Zuerst stellten Stefan und Kai Pflaume die Teilnehmer mit ihren Startnummern vor.

Die Vierer-Woks starteten in folgender Reihenfolge: Pro 7 Wok, Sat.1-Wok, MTV-Wok, Comeback-Wok, Ladies-Wok, Jamaica-Wok, Sport-Wok, Red Nose-Wok, SSDSGPS-Wok, TV-Total Wok und Ösi-Wok.


Noch sieht alles ganz gut aus.
Ein wenig Schräglage, aber okay.


Doch dann kommt die entscheidende Wende:
Elegant läßt sich Thomas samt Wok drehen


Im ersten Lauf wurden die 3 Finalisten ermittelt. Da die Bahn hervorragend präpariert war, mussten einige Teams, die zu flott auf dem Wok unterwegs waren, einen unfreiwilligen Ausstieg in Kurve 9 in Kauf nehmen. Gott sei Dank hat sich dabei niemand ernsthaft weh getan. Schnellstes Wok-Team in diesem Lauf war das Jamaica Team. (Cool Runnings lässt grüßen)

Nun waren endlich die Einzel-Woks am Start, die uns aus unerklärlichen Gründen doch noch viel mehr interessierten ;-) Nach Elton, Sandy, Urs Rohner (Chef von Pro 7), Sylke Otto, Axel Stein und Grischa Lenz (Wildcard- Gewinner) kam Thomas endlich an die Reihe.


Er startete unter dem Namen „Brauner Bär“ und stellte gleich am Anfang klar, dass er auf keinen Fall gewinnen wolle, damit er nicht noch einmal die Bobbahn hinunter muss. Erst als Olli Pocher ihm spaßhaft klar macht, dass Dieter Bohlen ein Comeback mit Thomas planen würde, sollte er nicht unter den ersten 3 sein, „erwachte“ ganz plötzlich sein „Siegeswillen“!!

Schon Sylke Otto hatte Thomas’ neuen Fahrstil begeistert aufgenommen und kam gemächlich rückwärts schlitternd die Bahn herunter. Aber auch Thomas legte gleich wieder kurz nach dem Start mit einer eleganten Drehung den „rückwärtigen Vorwärtsgang“ ein und konnte somit auch nicht wirklich sehen, wohin ihn die Fliehkraft gerade schleuderte.


Nun hat Thomas seine Rennposition erreicht.


Und siehe da: Auch in dieser eher ungewöhnlichen Lage kann man
gute Zeiten fahren.

Zwar konnte er die Bestzeit von Sylke Otto im „Rückwärts-Woking“ überbieten, der neue Fahrstil war aber noch zu unerprobt, um der Spitze der Wokfahrer ernsthaft Konkurrenz zu machen. Die einzelnen, ziemlich kräftigen Schläge gegen die Bande, schienen Thomas Gott sei Dank nichts weiter anhaben zu können. Die doch recht eigenartigen Fragen, die ihn am Ziel von Sonja Kraus gestellt wurden, nervten ihn dann schon sichtlich mehr.

Wer Stefan Raab kennt weiß, dass er Neuem gegenüber immer sehr aufgeschlossen ist. Er versuchte es als letzter Starter mit einem Mix aus konservativem Wok-Fahrstil und neuem Rückwärts-Woking und verfehlte mit diesem Mix nur knapp das Finale.


Spannend wurde es noch einmal im Finale. Nachdem die Woks mit allerlei Kniffen (erwärmen, polieren) noch einmal richtig „schnittig“ gemacht wurden, konnten die Finalisten endlich um den Weltmeistertitel kämpfen. Weltmeister im Einer-Wok wurde Georg Hackel und im Vierer-Wok das Team von Pro 7.

Die Übertragung von Innsbruck klang mit Thomas Auftritt als „King of Love“ aus. Die gesamte Belegschaft von Pro 7, die Teilnehmer und Moderatoren der WM, alle strömten auf die Bühne und tanzten total begeistert zu dem Song.

Wir hoffen, dass Thomas nicht noch die nächsten Tage mit „Schädelbrummen“ zu kämpfen hatte.


Zwischendurch drehte sich Thomas auch
mal zu den Leuten. Schließlich sollte man als
Künstler sein Publikum immer im Auge haben.


Noch ein Gruß zum Schluss? Nein, hier
versucht Thomas im Ziel zu bremsen.


Für uns war es eigentlich ganz egal, auf welchem Platz er gelandet ist. Wir sind total stolz auf ihn, dass er sich so mutig die Bobbahn heruntergestürzt hat. Wichtig war am Ende, dass alle Teilnehmer, die den Mut hatten, sich dieser außergewöhnlichen Sportart zu stellen, heil im Ziel angekommen sind......egal ob rückwärts, vorwärts, auf dem Hosenboden oder auf dem Wok!!

..........und wer weiß, vielleicht wird „Rückwärts-Woking“ ja bei der WOK-WM 2005 offizielle Disziplin. Bis dahin sollte sich aber vielleicht ein Mitarbeiter für Luft- und Raumfahrttechnik noch irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen gegen unerwartete Stöße einfallen lassen. Stefan Raab und Pro 7 nehmen Vorschläge bestimmt gern entgegen!!
 


Wie es sich für einen Sportler gehört, stand Thomas unmittelbar nach dem Rennen den Reportern Rede und Antwort.
 

Dann, endlich, kam für Thomas die Arbeit, die er liebt: Beschwingt präsentierte er seine neueste Single KING OF LOVE.



   

   

   

© 2004 Mit freundlicher Genehmigung

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